1. Lithium: Hauptproduzent des Lithiumabbaus in 2024 ist nicht Chile sondern Australien im Bergbauverfahren. In diesem Jahr (2026) wird China der größte Produzent von Lithium sein.

Lithium gehört auch nicht zu den seltenen Erden, der Preis sinkt seit 2013 aufgrund des Überangebotes am Markt kontinuierlich.

Lithium kann auch CO2 neutral im Bergbau abgebaut werden. 2026 startet die Firma Keliber den Lithiumabbau in Finnland.
Keliber | Sibanye-Stillwater (sibanyestillwater.com)

2. Kobalt: Kobalt ist ein Nebenprodukt des Kupferabbaus und der Nickelgewinnung. Es gibt schon kobaltfreie Batterien am Markt, Tesla produziert in das Model 3 und Y "short range" bereits mit kobaltfreien Batterien. Diese werden auch in Deutschland ausgeliefert. Auch der Dacia Spring electric sowie die Standard Modelle von MG und BYD fahren bereits seit 2022 mit kobaltfreien Batterien – VW folgt nun im Modelljahr 2027. Andere Hersteller haben bereits den Kobaltanteil um mehr als 50% gegenüber den Vorgängermodellen gesenkt.

3. Lithium und Kobalt ? Lithium und Kobalt eines Akkus können zu > 90% recycelt werden. Kobalt und Lithium wird auch in Autos mit Verbrennungsmotor verwendet, z.B. zur Entschwefelung von Benzin bei der Raffinerie und zur Härtung von Stahl. Beim Kraftstoff wird der Rohstoff einfach verbrannt und ist damit verloren.

4. „Seltene Erden“ sind nicht selten und auch nicht gefährlich.

https://de.wikipedia.org/wiki/Metalle_der_Seltenen_Erden

5. Elektroautobatterien sind kein Sondermüll.  Nach dem Einsatz im PKW folgt eine Weiterverwendung als stationärer Speicher, erst nach >20 Jahren wird der Akku recycelt, mit einer Recyclingquote von aktuell bis zu 95%.
Redwood erreicht im Praxisbetrieb 95 Prozent

6. Strombedarf "Wenn wir alle elektrisch fahren, wäre gar nicht genügend Strom vorhanden"

Erstens können wir nicht von heute auf morgen auf Elektroautos umsteigen, da die meisten Hersteller weiterhin für Verbrenner werben und nur so viele E-Autos produzieren, wie es die Umweltauflagen (nur CO2 Ausstoß) erfordern.

Zweitens bestätigen alle deutschen Verteilnetzbetreiber, dass die Netze und der zukünftige Strombedarf selbst bei 100% Elektromobilität passen. Der größte Verteilnetzbetreiber in Deutschland, die E.ON AG, hat dies bereits 2019 berechnet und bestätigt.

Die Enviam bestätigt dies ebenfalls:

Elektromobilität und Stromnetze - genug Strom für E-Autos (enviam-gruppe.de)

7. Reichweitenkiller 1: Sitzheizung, Radio, Navigation & Licht

Der „Verbrauch“ einer Sitzheizung liegt bei 30-50 Watt, H7 Licht 90 Watt, LED 10-20 Watt -> Beim Nissan Leaf vermindert sich die Reichweite bei 4 Sitzheizungen + Lenkradheizung um weniger als 1 Km pro Akkuladung.

8. Reichweitenkiller 2: Heizung im Winter / Klima im Sommer.

Stimmt, aber auf Langstrecke fällt das kaum ins Gewicht. Beispiel Nissan Leaf bei 0 Grad Außentemperatur: 1-2 Minuten 2-3 KW, danach 0-300 W. Die Reichweitenanzeige zieht zwischen 5 und 7 Km ab. Mit dem Kona ohne Wärmepumpe benötigt man 2 kWh/100 KM bei -11 Grad Außentemperatur – daher macht es nicht unbedingt sinn, eine Wärmepumpe als Zusatzoption für 900-1000 € (z.B. VW-Konzern) zu erwerben. Klima im Sommer benötigt deutlich weniger Energie. Vorteil des E-Autos: Die Standheizung ist standardmäßig bei fast allen Elektroautos vorhanden und die Wärme ist unmittelbar vorhanden.

Im Winter ist die Reichweite aufgrund der Außentemperatur (Luftwiderstand), den nassen Straßen und der kalten Batterie um 9-30% geringer als in der WLTP-Norm angegeben. Ein guter Test wird jeden Winter in Norwegen durch die NAF (Automobilclub) mit 20 – 30 Elektroautos bei Minusgraden im Schnee durchgeführt (mit kaltem Akku).

Der Hyundai Kona Modelljahr 2019 schaffte auch im Winter mit Bergpässen und nicht vorgewärmter Batterie über 400 km Reichweite.

9. Bei Stau kommt die Angst

Nein, da der Wagen im Stau bis auf 50-120 Watt nichts verbraucht. Stopp & Go bringen sogar extrem niedrige Verbrauchswerte!


10. Brennende Elektroautos:

Die Brandgefahr ist geringer als bei Autos mit Verbrennungsmotor:
90 Brände pro 1 Milliarde Km (Benziner/Diesel), 2 Brände bei Elektroautos
(Analyse von Martin Winter, Forschungszentrum Jülich, Ende 2017)


Dekra Test 12.11.2019:
Nissan Leaf G1 mit 84 km/h gegen einen Pfahl ohne Brand:  Link zum ->  Dekra Presseportal
Seitenaufprall Pfahltest (üblich NCAP 30 km/h). Selbst mit 60 & 75 km/h entsteht kein Brand (Nissan Leaf + Renault Zoe).
Dekra Urteil: „Unsere Versuche bestätigen, dass es keinerlei Grund gibt, sich im Elektrofahrzeug weniger sicher zu fühlen als im konventionell angetriebenen Pkw.“

11. Elektroautos sind nicht wirtschaftlich. Dazu klicken Sie am besten auf Termine und besuchen einen Vortrag. Dort wird die Wirtschaftlichkeit von 3 Fahrzeugklassen erläutert. 

http://birkhan.online

12. Die Akkus halten nicht

Fakt ist, das es bereits einige Nissan Leafs gibt, die 12 Jahre alt und über 200.000 km mit dem ersten Akku gefahren sind.

Ein Beispiel (in englisch): Nissan Leaf Fahrer - seit 10 Jahren

An Wartungen fällt dabei so gut wie nichts an - nur die Bremsflüssigkeit, der Pollenfilter, Scheibenreiniger / Wisch Blätter und die Reifen müssen regelmäßig getauscht/überprüft werden. Unser Leaf (den nun ein neuer Besitzer fährt) ist über 11 Jahre alt, > 150.000 km gefahren und es gab bisher keine weiteren Wartungen oder Reparaturen (bis auf Reifen, Wischblätter und die hinteren Bremsscheiben nach 140.000 km). Unser Hyundai Kona ist nun 7 Jahre alt, 100.000 km und die Batterie zeigt eine Restkapazität von 100% an (64 kWh stehen immer noch voll zur Verfügung).

Standardmäßig geben fast alle Hersteller 8 Jahre und >=160.000 km Garantie auf den Akku, Mercedes Benz garantiert bis zu 10 Jahre und 250.000 Km, BYD 8 Jahre und 250.000 Km für alle in der EU ausgelieferten Fahrzeuge auch rückwirkend und beim Lexus UX 300e sind es sogar 10 Jahre und 1.000.000 km.

15. Umweltverschmutzer - Elektroautos gegen Verbrenner - wer ist schlimmer?

In einem interessanten Beitrag des Blogs Move Electric werden Elektroautos mit Verbrennern verglichen:

https://www.youtube.com/watch?v=Mm6n9FUm5f8

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