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Am Markt gibt es verschiedene Akkuvarianten.

Generell unterscheidet man zwischen passiv und aktiv gekühlten Akkus.

Passiv gekühlte Akkus werden nur per Luftkühlung temperiert.

E-Autos mit dieser Technik haben bei hoher (> 30 Grad) und sehr niedriger Aussentemperatur (Minusgrade) Nachteile im Bereich der Ladeleistung ("Rapid Gate") und der Performance (verfügbare Leistung). Für die normale tägliche Nutzung ist es nicht relevant, nur bei Langstreckenfahrten kann es zu Nachteilen kommen, da mehrmaliges Schnellladen den Akku zu sehr erhitzt bzw. bei Minusgraden der Akku langsamer lädt.

Aus eigener Erfahrung habe ich bei einer Langstreckenfahrt (> 500 Km mit dem Leaf) die Zelltemperatur ermittelt. Bei 33 Grad Aussentemperatur ist die Akkutemperatur während der Fahrt auf 35 Grad gestiegen, nach dem 1. Schnellladen auf 41 Grad, nach dem 2. Schnellladen auf 45 Grad und nach dem 3. Schnellladen auf 48 Grad. Damit war der rote Bereich noch nicht erreicht, aber eine weitere Ladung hätte die 50 Grad Marke geknackt.

Beispielhaft sind hier u.a. der Nissan Leaf, VW E-Golf, VW E-UP!/Skoda Citigoe iv/Seat Mij electric,  Hyundai Ioniq und der E-Go genannt.

Aktiv gesteuerte Akkus werden in der Regel mit einer herkömmlichen Kühlflüssigkeit umspült, und aktiv gekühlt bzw. gewärmt, sobald die Zelltemperatur in einem ungünstigen Temperaturbereich liegt. Dies sorgt für eine verbesserte Ladeleistung und eine stabile Performance.

Beispielhaft sind hier u.a. alle Teslas, Audi e-Tron, Mercedes EQC, Hyundai Kona, Kia E-Niro, Kia Soul, VW ID 3, Opel Corsa-e und der Peugeot e-208/e-2008 genannt.

Weitere Details sind hier zu finden.

https://www.goingelectric.de

Als Video für Einsteiger ist das Interview mit einem Batterieexperten von Opel, am Beispiel des Opel E-Corsa sehr emfehlenswert.

Hier wird die Frage geklärt, welche Ladestrategie den Kapazitätsverlust eines Akkus möglichst gering hält (Ausfahrt.TV Wissen): Aufbau eines Akkus, optimale Ladestrategie und Lademöglichkeiten